Der Outback Pfad - Wichtige Information für Reisende!

 

Auch wenn sich die meisten ihren Roadtrip von einem Reisebüro zusammenstellen lassen und somit die typischen Routen und Sehenswürdigkeiten abgedeckt sind, möchten wir hier einen wichtigen Hinweis für all die geben, die auf eigene Faust durchs Outback reisen:

Der typische Weg ins Rote Center führt einen von Townsville Richtung Westen über Hughenden, und dann weiter nach Mount Isa, von dort weiter nach Waramungu und schließlich über den Stuart Highway nach Süden Richtung Alice Springs.

Fragt man jedoch Google, so wird einem eine Alterativroute vorgeschlagen, auf der man drei Stunden einspart. Diejenigen, die nicht die typischen Touristenrouten sehen wollen sondern einmal ausbüchsen wollen, können dieser Route folgen.

 

Sie führt von Hughenden nach Süden in die Stadt Winton. Dieser Weg wird auch der „Dinosaur Trail“ genannt, da hier sowohl Ausgrabungen als auch, wie in Winton, Fußabdrücke der Dinosaurier gefunden wurden. In Winton kann man diese Fußabdrücke besichtigen.

Winton ist jedoch für Australiens Geschichte ein wichtiger Dreh und Angelpunkt. Hier wurde zum Beispiel die Fluglinie „Quantas“ gegründet. Außerdem entstand hier Australiens heimliche Nationalhymne „Waltzing Matilda“.

 

Weiter geht es über den „Outback Way“ nach Boulia. Ein Mal im Jahr finden hier Kamelrennen statt. Termine für das Jahr 2019 sind vom 20. bis 22. Juli.  Wer überlegt, hier einen Abstecher zu machen, kann hier Tickets kaufen: http://www.bouliacamelraces.com.au/

Zwischen Winton und Boulia befindet sich eine Aussichtsplattform, von der aus man einen überragenden Blick über das Outback hat.

ACHTUNG!

 

Und von Bouilia aus raten wir allen, die KEINEN SUV oder ähnliches Gefährt mit Allradantrieb und der entsprechenden Bereifung haben, nach Norden Richtung Mount Isa zu fahren und den, wie es scheint, Umweg auf sich zu nehmen.

Die Strecke von Boulia nach Alice Springs, die von Google vorgeschlagen wird, ist zwar ein Highway, doch der Name täuscht. Auf diesem Highway soll man laut Google knappe 800 km bleiben, bis man nach Süden auf den Stuart Highway Richtung Alice Springs abbiegt.

Nach etwa 100 Kilometern verschlechtern sich die Straßenverhältnisse drastisch. Betoniert ist hier für die nächsten ca 300 km gar nichts mehr.

Mieter eines einfachen Wohnwagens, Campervans oder ähnlichen Fahrzeugen begeben sich auf eine äußerst Risikoreiche Tour. Die Straßen sind voll mit Schlaglöchern, Fahrrillen von großen Trecker- oder Truckreifen und Sandwehen. Diese Verhältnisse lassen mit einem normalen Gefährt eine maximale Geschwindigkeit von 20 km/h zu, wenn man sich nicht die Achse brechen oder ähnliche Schäden am Gefährt riskieren möchte. Die meisten Vermieter dieser „normalen“ Campingmobile haben in den AGB verankert, dass man in solchen Fällen selbst auf den Kosten sitzen bleibt.

Hinzu kommt das Risiko, dass sich unter dem Sand sehr spitze Steine befinden, die den Reifen zum Platzen bringen können. Außerdem kann der Camper in den tiefen Sandwehen steckenbleiben. Die enorme Staubentwicklung verursacht außerdem, dass das gesamte Gefährt am Ende der Reise – wenn man denn dann ankommt – von innen mit rotem Staub komplett bedeckt ist. Dieser Staub ist so fein, dass er durch die kleinsten Ritzen kriecht und sich im Inneren festsetzt. Auf Handyempfang darf man auf dieser Strecke auch nicht hoffen: Den gibt es nicht!

Für alle „Normalfahrzeuge“ ist dies nicht nur riskant sondern auch äußerst gefährlich!

Wer jedoch das richtige Gefährt hat, darf sich auf einen großartigen Trip durch das tiefste Outback freuen. Auf dem Weg befinden sich einige Stations (Farmen) direkt an der „Hauptstraße“, die sowohl Benzin verkaufen als auch für einen Preis zwischen 15 und 30 Dollar einen sicheren Campingplatz für die Nacht anbieten, inklusive Wasser zum Auffüllen der Vorräte und Nutzung der Dusche.

Die erste Farm, ca 200 Kilometer von Boulia entfernt, bietet für Interessierte sogar Helikopterrundflüge an. Die zweite Farm ist weitere ca 250 km entfernt. Ein bis zwei weitere Tankmöglichkeiten gibt es dann noch bis zum Stuart Highway, werden aber nicht zwingend benötigt, wenn man keine weiteren Abenteuer-Umwege plant. Nach halbem Wege verbessern sich dann auch die Straßenverhältnisse wieder und man kann die letzten ca 100 km auf betonierter Straße fahren.

 

Und hier nochmal der Warnhinweis:

# ALLE die KEIN entsprechendes Gefährt für unbefestigte Straßen haben, nehmen ab Boulia die Route 83 nach Mount Isa!

# Wenn du dennoch weiterhin solche Ausbrecherrouten nehmen möchtest, informiere dich vorher im Ort und erkundige dich nach den Straßenverhältnissen.

# Kann Dir hier keiner helfen, versuche ein Dir entgegenkommendes Fahrzeug anzuhalten und frage diese Person nach den Straßenverhältnissen. Sobald Ihr nicht die Wörter „Sealed Road“ oder „Bittumen“ hört, dreht Ihr um!

 

Wer das richtige Gefährt hat:

# Überprüfe Deinen Reifendruck und Deine Ersatzreifen sowie Deine Wasser- und Lebensmittelvorräte noch in Boulia. Im Falle einer Panne musst Du ggf. einige Stunden, wenn nicht sogar einen Tag, warten, bis jemand die Straße passiert und Dir helfen kann.

# Wenn es sich vermeiden lässt, fahre nicht bei Dunkelheit. Rinder laufen auf der Straße herum, oder überqueren sie ganz spontan. Zu erkennen sind die Tiere erst sehr spät.

# Fahre diesen Weg nicht alleine, wenn Du Dich in der Gegend nicht auskennst!

 

Galerie

.-.