Royal National Park - 09.08.2018

Bereits sehr früh war ich heute auf den Beinen, da es noch einige andere Geschäftliche Dinge zu regeln gab. Direkt danach machte ich mit meiner neuen Freundin Angelina einen Ausflug in den Royal National Park – denn wir hatten ja noch für den ganzen Tag das Auto. Ich muss sagen: Atemberaubende Landschaft mit ein paar Dingen, die man beachten sollte, wenn man diesen (oder auch andere Nationalparks) besuchen möchte.

 

Angelina war so lieb, unsere Eindrücke in folgendem Bericht festzuhalten:

„Nach dem Frühstück haben wir uns auf dem Weg zum Royal National Park bei Sydney gemacht. Die Fahrt dorthin dauerte aus dem Zentrum bloß eine knappe Stunde. Allerdings lernten wir, wie bei dem Blue Mountains Ausflug auch, dass man manchmal lieber den Schildern folgen sollte, anstatt blind auf das Navi zu vertrauen. Wir sind zwar im National Park angekommen, allerdings nicht am Informationscenter, wo man die Parkgebühren bezahlen muss. 

In NSW kosten einige National Parks etwas Geld. Alle kostenpflichtigen Nationalparks und auch mit Preisen findest Du hier: https://www.nationalparks.nsw.gov.au/passes-and-fees/fee-collecting-parks

Nachdem wir dann $12 Eintritt bezahlt hatten, um mit unserer kleinen „Knutschkugel“ den Nationalpark zu besichtigen, erkundigten wir uns an der Information nach den Figure Eight Pools. Diese befinden sich unterhalb des Royal National Parks und sind die Attraktion dieses Parks und auch eine Attraktion Sydneys. Die nette Dame hat uns jedoch gleich mitgeteilt, dass der Weg dorthin nicht einfach zu überwinden ist. Die Wanderung dorthin und zurück dauert um die 3-4 Stunden. Man muss Stufen laufen und der letzte Kilometer geht über glitschige Klippen, weshalb es normal ist, dass man sich dort den Knöchel verknackst. Auf dem Weg befinden sich keine Toiletten, Mülleimer und auch keine Wasserauffüllstationen. Kurz gesagt - es ist ein harter Weg. Dazu kommt, dass man die Figure Eight Pools ausschließlich bei Ebbe besichtigen kann. Und nicht nur das: Man läuft auf Steinen, die bei Flut unter Wasser stehen, was bedeutet, dass man nicht nur vor der Flut da sein muss, sondern auch wieder zurück auf sicherem Boden sein sollte, bevor die Flut kommt. Die nette Dame an der Information hatte uns gesagt, dass sie leider bereits sehr schwere Unfälle dort unten miterleben musste, weshalb sie uns vom Besuch der Figure Eight Pools abriet. Aufgrun dieser Risiken, und da schließlich keiner einen verknacksten oder sogar gebrochenen Knöchel riskieren möchte, raten wir vom Besuch der Figure Eight Pools ab. Da es natürlich trotzdem wunderschön zu sehen ist, was die Natur da geschaffen hat, haben wir für allen Mutigen eine Checkliste als PDF zusammengestellt, was ihr dabei haben solltet und was sonst noch an Planung und Information nötig ist. 

Nach dem langen Interview über die Figure Eight Pools hat uns die Frau an der Information dann noch weitere Plätze empfohlen, die auch schön sind, ohne gefährlich zu sein. So besuchten wir nach einem schnellen Lunch als erstes den Garie Beach. Dieser ist der Surfstrand des Nationalparks und verfügt neben wunderschönen Klippen und einem leeren Strand noch über eine Aussichtsplattform. Von dieser kann man zwischen den Bergen die Strände drum herum sehen und aufs Meer schauen. Die Wälder dort haben ein wenig Ähnlichkeit mit Regenwäldern. Wir haben die Aussicht sehr genossen und es hat uns alles ein Wenig an Bilder von Hawaii erinnert. 

 

Als nächstes haben wir uns auf den Weg zu den National Falls gemacht, welche uns auch empfohlen wurden. Allerdings hat es seit vielen Wochen nicht mehr genug geregnet, sodass der „Wasserfall“ leider nur noch aus Felsbrocken bestand.

Also ging es weiter nach Wattamolla, ein weiterer Tipp der Informationsdame. In Wattamolla findet man eine Bucht, umgeben von Sand, die abgetrennt vom offenen Meer ist. Bei genügend Regen findet man auch hier einen Wasserfall. Ansonsten ist Wattamolla Beach eine von Natur umgebende Bucht, die etwas weniger windig ist und klare, ruhige Gewässer hat. Im Sommer super zum Schwimmen geeignet, was hier auch erlaubt ist. Diese Bucht eignet sich super für einen angenehmen Tag am Strand - wenn man zu weniger stark besuchten Zeiten hin fährt. 

Um uns nach diesem langen Tag dann langsam wieder in Richtung Sydney zu begeben, machten wir uns auf den Weg nach Bundeena. Bundeena ist ein kleines Dorf umgeben vom Royal National Park. Es eignet sich super, um dort Urlaub zu machen, ohne den ganzen Lärm von der Großstadt. Zudem findet man auch hier wunderschöne Strände. 

Alles in Einem können wir sagen, dass sich der Royal National Park auch ohne Besuch der Figure Eight Pools lohnt. Die Straßen sind gut ausgebaut und der Nationalpark eignet sich super für einen schönen Tagesausflug, da man auch super schnell wieder zurück in Sydney ist. Von einem Ende zum anderen fährt man ungefähr eine Stunde und eine weitere zurück nach Sydney. 

 

Bevor Du Deinen Ausflug zu den Figure Eight Pools planst, solltest Du folgendes wissen: 

 

# Fahre auf keinen Fall, wenn es besonders windig oder regnerisch ist. 

# Informiere Dich vorher, wann Ebbe und Flut ist, da Du oft nicht sehen kannst, wenn die Flut kommt. 

# Bedenke, dass Du auf dem Weg dorthin im Nirgendwo bist. Wenn Du Dich verletzt, könnte es Stunden dauern, bis Dir jemand zu Hilfe kommt. Nehme ein voll aufgeladenes Handy mit und informiere jemanden, der nicht mit Dir unterwegs sein wird über deine Pläne.

# Gehe wenn möglich auf keinen Fall alleine.

# Es ist eine lange, anstrengende, 6km lange Wanderung zu den Pools. Auf dem Weg dorthin musst du Stufen herunter und über glitschige Steinfelsen klettern. Nehme Dir also auf jeden Fall festes Schuhwerk mit.

# Auf dem Weg zu den Figure Eight Pools gibt es keine Toiletten, keine Shops und kein Wasser zum Auffüllen. Du solltest also mindestens zwei Liter Wasser pro Person mitnehmen.

# Bedenke, dass du auch den Weg über die Steinfelsen zurück gekommen sein musst, bevor die Flut kommt.

# In Australien ist eine viel intensivere Sonneneinstrahlung. Creme dich zwischen durch - egal zu welcher Jahreszeit - immer ein und habe einen Sonnenhut auf. Wenn möglich trag lange Kleidung.

Angelina Hötzel

Marketing Assistentin

Verbringt ihre Zeit als Au Pair in Australien und unterstützt bei der Erstellung von neuen Inhalten

Stephanie Hiller

CEO von Aussie Travel Adventure

Reist zur Zeit selbst durch Australien, um diesem Portal Leben einzuhauchen.

Galerie

.-.